Vintage Kimono: Warum sind echte Kimono und Yukata so lang?

Für Viele ist das Bild einer Kimonotragenden Frau der Inbegriff Japanischer Eleganz: Fließende Seide, wunderschöne Muster, ein prachtvoller Obi dazu.

Das ist sicher auch der Grund warum ein „echter Kimono“ auf der Wunschliste so vieler Japanbegeisterter Frauen und Mädchen steht. Absolut Nachvollziehbar!

Bekommt man dann aber mal einen echten Kimono in die Hand stellt man als erstes fest, dass die Teile ja total lang sind.

Dann folgt erstmal berechtigte Verwirrung:

Warum sind die so lang!? Sind Japaner nicht eigentlich im Durchschnitt kleiner als wir?

 

Wir haben die Antwort für euch:

Kimono sind so lang, weil der Stoff an der Hüfte hochgebunden und um gefaltet wird.

 

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Und das hat mehrere Gründe:

1.      Kimono sollten bei Frauen auf jeden Fall die Knöchel bedecken, denn Knöchel zeigen galt als erotisch. Dadurch hing der Saum sehr tief und der Stoff wurde häufig über den Boden geschliffen. Da Stoff sehr teuer war und man sich nicht regelmäßig neue Gewänder leisten konnte, diente der Extra Stoff dazu, dass man den beschädigten oder schmutzigen Saum mehrfach abschneiden und den Kimono trotzdem weitertragen konnte.

 

2.      Die Stofffalte an der Hüfte dient dazu den Kimono, der keine Knöpfe oder Reißverschlüsse hat, fester verschlossen zu halten und soll verhindern, dass er verrutscht.

 

3.     Kimono wurden häufig von Mutter zu Tochter oder zwischen Geschwistern weitergegeben. Daher war es praktisch, dass die Größe angepasst werden und er von verschiedenen Menschen getragen werden konnte.

 

 

Hier findet Ihr eine Erklärung, wie man die richtige Kimono Größe für sich ermittelt:

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